AKTUELL

   
 
  "Sternstadt"
     
Lichtinstallation von Michael Seyl an 24 Orten in Kusel
In Zusammenarbeit mit der IG Kusel
 
1. - 24. Dezember 2017

       

Ein "Sternhaus": die Kreissparkasse Kusel

in der Gartenstraße.


Eine "Lichtstern-Insel": das Café Rotenturm
in der Hintergasse.

Ein "Lichtstern-Weg" führt an der Kaffeerösterei Dick
und dem Debeka-Service-Büro in der Trierer Straße vorbei.

    

„Sternstadt“ ist der Titel einer Lichtinstallation, die der Künstler Michael Seyl in Zusammenarbeit mit der IG Kusel (Interessengemeinschaft Kusel) geschaffen hat. 75 pulsierende Lichtsterne leuchten in der Adventszeit gleichzeitig an 24 Orten aus Fenstern von Geschäften und Institutionen in Kusel.
Die verwendeten Lichtobjekte, die es in zwei Varianten gibt, haben in ihrer Grundform die Gestalt von Schneeflocken. Während bei der größeren Variante die Sternform eindeutig angelegt ist, erscheint die kleinere erst durch das sternförmige Aussenden von weißen Lichtstrahlen als Lichtstern. Die Lichtsterne werden im Rahmen der Kunstaktion als Readymades (vorgefertigte Objekte) eingesetzt: Michael Seyl arbeitet mit Readymades, wie dies seit Marcel Duchamp und spätestens seit der Pop Art der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts verbreitet ist.  Die Lichtobjekte werden an 24 Orten in Kusel als Gestaltungselemente eingesetzt, die durch ihre Verteilung in mehreren Fenstern das Stadtbild verändern. Es gibt Lichtstern-Inseln, wo einzelne Sterne leuchten. Außerdem finden sich Lichtstern-Wege, an denen mehrere Lichtobjekte nebeneinander pulsierend strahlen, und ganze Sternhäuser, aus denen 10 und mehr Sterne funkeln.
Die Lichtinstallation „Sternstadt“ ist vom 1. bis 24. Dezember täglich ab Einbruch der Dämmerung bis Mitternacht zu sehen. Das Kunstwerk hat Prozesscharakter. Das heißt, dass aktuell nur ein Zustand zu sehen ist, der in den kommenden Jahren verändert und erweitert werden kann.
      

Die mehrteilige Lichtinstallation

ist an folgenden 24 Orten zu sehen:

   

Gärtnerei Hanns, Walkmühlstraße 4 
Grabmale Allmang, Glanstraße 9
Tourist-Information Pfälzer Bergland, Bahnhofstraße 67
Pop 2000, Bahnhofstraße 63
HUK-Coburg Susanne Burchert, Bahnhofstraße 45
TUI Reisebüro Andrea Steiner, Bahnhofstraße 21
DEVK Versicherungen, Bahnhofstraße 14
Trierer Straße 2
Kreissparkasse Kusel Immobilienaushang, Trierer Straße 3
Haus Pfälzer Bergland, Trierer Straße 4
Weltladen, Trierer Straße 14
Metzgerei Peter Braun, Trierer Straße 5
Haus Sauvage, Trierer Straße 11
Kaffeerösterei Helmut Dick Nachf. Rosel Dick, Trierer Straße 32
Debeka-Servicebüro Kusel, Trierer Straße 34
Stadtwerke Kusel Kundencenter, Trierer Straße 19
G & G Datentechnik, Trierer Straße 37
Café Rotenturm, Hintergasse 24
DEINFO Internet Services, Schwebelstraße 14
Wahlkreisbüro Jochen Hartloff, Marktstraße 12
Werbe Design Immetsberger, Weiherplatz 14
Verbandsgemeindeverwaltung Kusel, Marktplatz 1
Café Bistro Panorama, Westpfalz-Klinikum, Im Flur 1
Kreissparkasse Kusel, Gartenstraße  4
   

 Die Lichtinstallation wird finanziert von den beteiligten Geschäften und Institutionen. Außerdem wird das Projekt unterstützt durch die folgenden Lichtstern-Paten, mit deren Hilfe die Schaufenster eines leerstehenden Geschäfts in der Trierer Straße 2 gestaltet werden konnten: AS Immobilien, Susanne Berwanger, Fred Börtzler, Marlene Gottlieb, Dietrich Heußler, IG Kusel, Juwelier Gross, Dr. Gerhard Maas, Rainer Peter, Christiane Vopat. 

         


 

"Sterne verzaubern die Kreisstadt"
 
Von Susanne Cahn
 
Kusel wird im Advent zur „Stern-Stadt“. Eine Licht-Installation des Künstlers Michael Seyl soll die Kreisstadt vom 1. bis 24. Dezember verzaubern. An 24 Orten werden 75 [Anm. d. Red.: korrigiert] Leucht-Sterne in Fenstern von Geschäften und Institutionen zu sehen sein. Das Projekt könne im kommenden Jahr noch erweitert werden, kündigte der Kunstpädagoge an.
Am Montag installierte Seyl im ehemaligen Herrenmode-Geschäft Even am Anfang der Fußgängerzone die ersten Sterne – und zahlreiche Passanten hielten neugierig inne. In dieser Woche folgen weitere Standorte. „Es wird Stern-Häuser, Stern-Inseln und Stern-Wege geben“, schildert Seyl. Während am Weiherplatz – als Stern-Insel – nur ein Stern leuchten wird, wird die Fußgängerzone unter anderem mit der Metzgerei, dem Weltladen, den Stadtwerken und dem Kaffeegeschäft zum Stern-Weg. Mit von der Partie ist auch das Haus Sauvage. Gleich mehrere Sterne werden bei der Gärtnerei Hanns zu sehen sein. Die meisten orderte die Kreissparkasse. Die Aktion wird zusammen mit der Interessengemeinschaft (IG) Kusel organisiert und finanziert. Zudem unterstützen „Stern-Paten“ das Licht-Projekt.
Die Lichtsterne werden als sogenannte Readymades (vorgefertigte Objekte) eingesetzt. Seyl arbeitet mit Readymades, wie dies seit dem Objektkünstler Marcel Duchamp und spätestens seit der Pop Art der 1960er Jahre verbreitet ist. Zu Beginn des Jahres hatte er auf einer Weihnachtsmesse in Frankfurt die Kunststoff-Leuchtsterne mit LED-Lichtern bestellt. Sie stellen in zwei Varianten Schneeflocken dar, durch die sich ein weißer Lichtstrahl nach außen zieht. Anders als bei mancher Weihnachtsdeko ist es ein dezentes, keinesfalls hektisches Blinken. Die Sterne seien in dieser Form einmalig, sagt Seyl, der aufgrund der Nachfrage sogar noch nachbestellen musste: „Der Zuspruch hat meine Erwartungen übertroffen.“ Ziel der Aktion sei, die Attraktivität der Innenstadt zu erhöhen.
Der aus dem Kreis Kusel stammende Künstler ist für seine Lichtinstallationen bekannt. Seine neue Installation ist vom 1. bis 24. Dezember täglich ab Einbruch der Dämmerung bis Mitternacht zu sehen. Für das kommende Jahr stellt sich Seyl noch eine Ausweitung des Projekts vor.
  

Quelle: Westricher Rundschau, 22. November 2017, Titelseite

 

     

   

  

       


  

       
"Himmelskrone"
  
Protestantische Kirche Ludwigshafen-Edigheim
 
12. Mai - 2. Juli 2016
verlängert bis 15. September 2016
 

Version 1 vom 12. Mai bis 2. Juli

Version 2 bis 15. September
  

Die „Himmelskrone“ an der Evangelischen Kirche in Edigheim leuchtet noch bis zum 15. September, wie Pfarrer Stefan Müller mitteilt. Ursprünglich war geplant, die Lichtinstallation nur bis zum 2. Juli zu zeigen. Entstanden ist das Beleuchtungskonzept zu den 100-Jahr-Feierlichkeiten der Kirche. Nachdem das Ziffernblatt der Uhr zunächst nur in Blau erstrahlte, hat der verantwortliche Künstler Michael Seyl aus Kaiserslautern nun noch rotes Licht hinzugefügt. Es erinnere an funkelnde Edelsteine, sagt Müller. Die Beleuchtung ist weiterhin jeden Abend zu sehen.

Quelle: Himmelskrone leuchtet bis September, Aus: Ludwigshafener Rundschau, 20. Juli 2016, S. 16

 

Pfarrer Stefan Müller freut sich auf ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk für die 100 Jahre alte evangelische Kirche in Edigheim. Denn ab heute Abend wird das Gotteshaus mit einer blauen „Himmelskrone“ am Kirchturm erstrahlen. Künstler Michael Seyl aus Kaiserslautern hat die Lichtinstallation für die protestantische Kirche Edigheim geschaffen. Das Werk ist Teil der 100-Jahr-Feierlichkeiten. „Blaues Licht korrespondiert mit der bestehenden Beleuchtung der eindrucksvollen Jugendstil-Uhr, deren Zifferblatt und Zeiger mit orange leuchtenden Lämpchen besetzt sind“, beschreibt Müller das Konzept. Die „Himmelskrone“ ist ab heute bis zum 2. Juli jeden Abend ab Einbruch der Dämmerung bis Mitternacht zu sehen. Seyl arbeitet seit Ende der 80er-Jahre im Bereich der Lichtkunst. Seither sind zahlreiche Lichtinstallationen auf Burgen, in Kirchen, in Museen und im öffentlichen Raum entstanden.

Quelle: Edigheimer Himmelskrone, Aus: Ludwigshafener Rundschau, 12. Mai 2016

   

   


 
   
Michael Seyl ist seit 20.12.2016 mit seinem Werk "12 Leuchtstoffröhrenbilder"

auf den Kunst-am-Bau-Seiten des Landes Rheinland-Pfalz vertreten:



 
"12 Leuchtstoffröhrenbilder"
Kreisverwaltung Kusel, 2004

(Ausschnitt)
 
  

   


 

 

Aktuelle Publikation:

KUBA

WERKSCHAU BIS 2015 // RHEINLAND-PFALZ

Herausgeber: BBK Rheinland-Pfalz, Druckerei K. Wolf, Ingelheim 2015

Mit einem Beitrag über die Kunst-am-Bau-Projekte

von Michael Seyl auf den Seiten 106f.

  


 

 

Gelb Rot Blau
Saarland.Museum am Schlossplatz Saarbrücken

18. Mai - 31. Dezember 2012
verlängert bis 31. August 2013
täglich von der Dämmerung bis zum Morgengrauen


Das Licht als Mittler zwischen drinnen und draußen

Von Sabine Graf
 
Seit Freitagnacht leuchten das Kreisständehaus und die Schlosskirche in besonderem Licht. Der Künstler Michael Seyl hat hier seine Hand im Spiel.
Saarbrücken. Gelb, Rot, Blau: Daraus kommen alle Farben. Auch die in vielen Nuancen schimmernden Glasfenster von Georg Meistermann, welche die Schlosskirche schmücken. Auch sie bestehen aus dem Dreiklang von Rot, Gelb, Blau erinnert der Lichtkünstler Michael Seyl. Meistermann galten sie als Symbol der Dreifaltigkeit, „ich sehe sie mehr als Grundfarben, mit denen ich seit Jahren arbeite“, erklärt er, „und lasse sie nach vorne heraus leuchten“.

So hat Seyl die 28 Fenster des Kreisständehauses, Sitz des Museums für Vor- und Frühgeschichte und der Alten Sammlung des Saarlandmuseums, ins Licht gesetzt und dabei Meistermanns Farbenspiel nicht vergessen. [...] Aktuell leuchtet es aus den Fenstern der Taufkapelle heraus. Das Licht als Mittler zwischen Drinnen und Draußen. Darauf beruht der Ansatz des bei Kaiserslautern lebenden Lichtgestalters: „Ich sehe das Ganze als künstlerisches Werk, das ein Zeichen für die Kunst setzen will.“ Die dafür notwendige „Strenge und Einfachheit“ im Umgang mit Farbe hat der studierte Kunsterzieher an der Universität des Saarlandes bei Karl Otto Jung und vor allem bei Sigurd Rompza gelernt, bestätigt der 49-Jährige. Erst in Münster, wo er bei Universalkünstler Timm Ullrichs sein Studium fortsetzte, wurde aus dem Maler der Lichtkünstler Seyl. Er begann, Farbe mit Licht zu verändern und strahlte Leinwände, später Nägel und Stäbe, Raumecken und Mitte der 1990er Jahre die Burg Thallichtenberg im Kuseler Land an. Weitere Burgen, das Museum der Pfalz in Speyer leuchteten auf, bis auch den Wasserturm im Weltkulturerbe Völklinger Hütte ein blaues Lichtband umrandete. Rund 120 LED-Leisten sind nun am Kreisständehaus im Einsatz und erzielen eine Lichtleistung von rund 1000 Watt, „was im Vergleich zu anderen Lichtinstallationen gering ist“, betont Michael Seyl. Es schadet nicht, sowohl ökologisch, als auch künstlerisch und erst recht nicht strategisch: Denn es lenkt das Augenmerk auf vorhandene Museumsgebäude. So soll es sein für Michael Seyl: „Ich gebe dem Gebäude ein Gesicht, aber nur in der Nacht“. 

Quelle: Saarbrücker Zeitung, Samstag, 20. Mai 2012


Michael Seyl: "Gelb Rot Blau",
Schlosskirche Saarbrücken, Meistermann-Fenster
(Foto: Tom Gundelwein)

Michael Seyl: "Gelb Rot Blau",
Saarland.Museum am Schlossplatz Saarbrücken
(Foto: Tom Gundelwein)




Beeindruckendes Lichtspiel

Von Björn Heib

In völlig neuem Glanz sind die historischen Gebäude am Saarbrücker Schlossplatz ab Freitag, dem 18. Mai, zu erleben.Dann präsentiert der rheinland-pfälzische Künstler Michael Seyl seine neueste Lichtinstallation „Gelb Rot Blau“. Sowohl die Fenster der Schlosskirche als auch des Kreisständehauses am Schlossplatz werden den Frühling und Sommer über in schillernden Farben erstrahlen.

Seit vielen Jahren bereits beschäftigt sich der Absolvent der Kunstakademie Münster mit der Umsetzung von Lichtkonzepten. Nachdem er sich in seiner frühen Schaffensperiode in den 80er Jahren Acryl-Bildern, Aquarellen und Leuchtstoffröhrenbildern widmete, zählen heute auch eindrucksvolle Lichtinstallationen an öffentlichen Plätzen zu seinem Repertoire. Nachdem er bereits das Weltkulturerbe Völklinger Hütte oder etwa das Historische Museum der Pfalz in Speyer mit Lichteffekten in Szene gesetzt hat, widmet er sich jetzt historischen Gebäuden der saarländischen Landeshauptstadt.

Inspiriert von der Farbtrias in den Glasfenstern der Taufkapelle der Schlosskirche, hat der Künstler ein Konzept entwickelt, das aus mehreren Modulen besteht. Während der Zyklus der Glasfenster im Innenraum der Kirche in seiner Gesamtheit erlebbar ist, wird Seyl mit seiner Lichtinstallation die einzelnen Kunstwerke auch von außen erstrahlen lassen. Dazu wird zunächst ein Fenster der Taufkapelle mit Sichtrichtung zur Saar von innen angestrahlt, sodass es nach außen leuchtet. Diese Illumination wird dann mehrere Wochen lang zu bestaunen sein, bevor der Künstler das nächste Fenster in Szene setzen wird.

Das Gesamtkunstwerk komplett macht eine riesige Illumination des Kreisständehauses am Schlossplatz. An den Abenden, sobald die Dämmerung einsetzt, dürfen sich die Besucher auf ein beeindruckendes Lichtspiel freuen. Dazu erleuchtet Seyl die Fenster des Kreisständehauses in den Farben Gelb, Rot und Blau.

Die feierliche Eröffnung der Lichtinstallation findet am 18. Mai um 21 Uhr in der Schlosskirche statt. Professor Meinrad Maria Grewenig, Vorstand der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, Kathrin Elvers-Svamberk, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung, sowie Ulrich Commerçon, saarländischer Minister für Kultur und Bildung, werden Künstler Michael Seyl mit Eröffnungsreden begrüßen. Nach Orgelstücken, dargeboten von Professor Andreas Rothkopf von der Hochschule für Musik Saar, startet Michael Seyl sein Lichtschauspiel gegen 22 Uhr. Noch bis Ende August können alle Interessenten die Illumination „Gelb Rot Blau“ bestaunen.

Quelle: Saarbrücker Zeitung, SZ-Extra: treff.region, S. 2, 16. Mai 2012


Michael Seyl: "Gelb Rot Blau",
Chorraum der Schlosskirche Saarbrücken,
Lichtinstallation zur Eröffnungsveranstaltung am 18.05.12

Blau
Saarland.Museum (4. Pavillon) Saarbrücken

seit April 2012

täglich von der Dämmerung bis zum Morgengrauen


Michael Seyl: "Blau", Saarland.Museum (4. Pavillon) Saarbrücken
(Foto: Oliver Dietze)

Blaues Licht leuchtet aus den Fenstern des 4. Pavillons des Saarlandmuseums in Saarbrücken, wobei Blau, die Farbe des Geistigen, auf die eigentliche Bestimmung des Pavillons, der sich derzeit noch im Rohbau befindet, verweist: ein Ort der Kunst zu werden.

Michael Seyl                                


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